Gedenken an Farkhunda Malekzada


Wir gedenken Farkhunda Malekzada, der 27 Jahre alten Afghanin, die im Zentrum von Kabul nahe der Shah-Do-Shamshar-Moschee unter den Schlägen des aufgebrachten Mobs gestorben ist.

Die Polizei hatte zugeschaut, deren Verhalten war von oberer Stelle gedeckt worden, ein Imam hatte das Verhalten der aufgebrachten Menge gutgeheißen, denn dieser gut ausgebildeten Frau, die sich für die Verbesserung der Situation der Frau eingesetzt hatte, war vorgeworfen worden, ein Exemplar des Koran verbrannt zu haben. Was nicht stimmte.

Diese grauenvolle Tat hat immerhin Reaktionen zur Folge gehabt, die wir positiv werten können:

-          Präsident  Ashraf Ghani feuerte nicht nur die der untersagten Hilfeleistung angeklagten Polizisten, sondern auch eine Staatssekretärin und den Sprecher der Kabuler Polizei für ihre Falschmeldung.

-          Menschenrechtsvertreter demonstrieren im ganzen Land ihre Empörung, nicht nur in Kabul. Das vom ehemaligen Präsidenten Karzhai erlassene Gesetz gegen Gewalt an Frauen kommt nun endlich vor das Parlament.

 

 

 

-          Am 22 März wurde Farkhunda Malekzada allein von Frauen zu Grabe getragen (s.Bild), was immerhin in einem so tief traditionalistischen Land wie Afghanistan sehr hervorzuheben ist.

-          Schließlich entsteht ein Stiftung Farkhunda, die sich zum Ziel setzt, die Situation der Frauen in Afghanistan zu verbessern, insbesondere die vielen Witwen und Bettlerinnen des Landes zu unterstützen.



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